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DANCE ON SCREEN ON TOUR: 21.Internationales Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart

Dance on Screen is invited to the 21. Internationales Solo-Tanz-Theater Festival in Stuttgart.

Valentina Moar, artistic director of Dance on Screen, presents 7 films from the second edition of and one film from the first edition of Dance on Screen:

Vinicius Cardoso – Crushing weight
Justine Berthillot & Frédéri Vernier – Sur ton dos
Aliki Chiotaki – 60 pulses
Filomena Rusciano – Liquid path
Valentina Moar – DanceMe Reininghaus
Stella Fotiadi – Whispers and wishes
Galen Bremer – Know you
Natalia Sardi – Vecinas

Dance on Screen will be presented the last day of the festival, after the showing of the finalists‘ solos and before the jury awards delivery.

Sunday 19th March 2017, from 5pm
Treffpunkt, Rotebühlplatz 28, Stuttgart

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Dance on Screen Award 2017

„Which is the criterion to vote for a ‚best film‘, when there are no other specific branches?…
My only question to think about it is: which is a ‚better‘ film? The one that is perfectly technically made, where all the parts that compose the film are in the best symbiosis? Or the one that has maybe mistakes, that is not really ‚proper‘, but that you remember its images for a very long time?…“
(Valentina Moar, artistic director of DanceOnScreen)

The jury of the first Dance on Screen Award has been represented by the choreographer, dancer and ballet master Sarah Taylor (AUS), by the film-director Giuseppe Domingo Romano (IT) and by the dancer, choreographer and regisseur Hallgrim Hansegård (NOR).

DANCE ON SCREEN AWARD 2017 goes to:

SUR TON DOS by Justine Berthillot&Frédéri Vernier – FR

photo: Philippe Ariagno

DANCE ON SCREEN – SPECIAL MENTION goes to:

JUANA AND THE SACRED SHORES by Antonne Santiago – PHL

The „Dance on Screen Award“ for the „best film“ is been sponsored by the production house EXCEPT from Milano.

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Press 2017 Edition

„Sur Ton Dos“ © Justine Berthillot & Frédéri Vernier (Filmstill)

 

In vielen großen und größeren Städten weltweit ist die intermediale Kunstform Screendance, die es seit den 60er-Jahren gibt, heute erfolgreich vertreten. Die in Graz lebende Tänzerin-Choreografin Valentina Moar hat hier für dieses aufstrebende, universelle Ausdrucksmittel und diese spartenübergreifende visuelle Kunst eine Plattform geschaffen. Das erste sehr erfolgreiche, eintägige Festival im vorigen Jahr wurde nun mit einer zweitägigen Veranstaltung fortgesetzt.

Sechs Filme aus Europa wurden 2016 gezeigt, heuer waren es 17 internationale und zum Großteil preisgekrönte Beispiele für Screendancing, ausgewählt aus 60 bei der Ausschreibung eingereichten Filmen.

Kaum etwas in dieser jungen Kunstform ist definiert oder gar etabliert; es gibt auch keinerlei Schulen. Unumstößlich aber ist, dass das Gezeigte „nicht nur“ filmische Dokumentation von Bühnentanz ist. Vielmehr ist es ein kreatives Zusammenspiel von vor allem visuellen Medien; und dies auf Augenhöhe. Es ist ein Dialog von Kamera und Körper, der in dieser Weise, in dieser Form auf keiner Bühne realisierbar und auch nicht rezipierbar wäre; möglicherweise ergänzt durch mediale Verfremdung; und somit umgesetzt in und mit einer diesem Genre eigenen, nur in diesem zu verwirklichenden Ästhetik.

Eine qualitativ fundierte Auswahl zu treffen, war für die künstlerische Leiterin Valentina Moar kein Leichtes. Hilfreich dabei vor allem, dass sie neben Qualitätsvollem die künstlerische Offenheit und Experimentierbereitschaft sowie die Weite der Interpretationsmöglichkeiten dieser Kunstform vor Augen führen wollte. Eine Intention, die ihr neben einem anregenden Einblick in diese kulturenübergreifende Sprache, die Moar als „Esperanto des Kinos“ bezeichnet, zweifellos gelang.

„Echo“ (Filmstill) © Nicola Hepp

Ein herausragendes Beispiel für Experimentelles ist der italienische Kurzfilm „Liquid Path“ (4‘) von Filomena Rusciano: Ein choreographierter Tanz von leichtfüßigen Linien ist es, der sich durch Bewegung hinter Glas manifestiert, hie und da ersetzt oder ergänzt durch kraftvoll Gezeichnetes. Ein Bewegungsrausch in der Vertikalen ist im französischen Kurzfilm (4‘37‘‘) „Aria“ von Azzurra Lugari & Odile Gheysens zu erleben: Das Thema der Loslösung, insbesondere vom Boden, präsentiert sich spektakulär, allerdings kaum darüber hinaus. Im Gegensatz dazu formuliert der holländische Kürzest-Film (1‘21‘‘) „Echo“ von Nicola Hepp das facettenreiche Thema des Alterns zusammengefasst in wenigen kleinen Bewegungen und mit zarter Mimik sowie einem einzigen Schnitt; ein Gustostückerl für Minimalisten. Ein Zu-Viel charakterisiert hingegen die Arbeit der in Graz lebenden Challyce Brogdon in ihrem mit Xianghui Zeng getanzten Film „Making it work“. Dieses „Übermaß“ bezieht sich nicht nur auf die Filmlänge (17‘’18), sondern auch auf die Wiederholungen im Tänzerischen so wie auf die überdeutliche Auseinandersetzung mit dem Thema; so manch Einzelszene ist aber gleichermaßen fein wie kreativ und daher wäre eine Überarbeitung, auch in aufnahmetechnischer Hinsicht, eine Möglichkeit. Der hochdramatische Film „Jilava“ von John T. Williams (USA) erzählt eher naturalistisch und nahezu dokumentarisch eine große Story – was dabei bereits unter „Kitsch“ fällt, ist – wie oft – verhandelbar. Sehr feinfühlig hingegen in Bewegung und Filmtechnik „In Side Out“ (9‘20‘‘, UK/IT) von Fenia Kotsopoulou: Es sind unbeachtete (Zwischen-)-Räume, die hier in bester Cinedance-Manier sichtbar gemacht werden. Der „special-guest-film“ des ersten Tages, „Incident at Chekhov Creek“ (19’26‘‘, USA) von Marta Renzi entließ das Publikum mit einem gleichermaßen tiefemotionalen wie intellektuell ansprechenden Bilderrausch.

Gilberto González Guerra in „Pintado De Tiempo“ © Shawna M. Tavsky

Mit ihrer strengen formalen Härte treibt die Griechin Aliki Chiotaki in „60 Pulses“ den Puls des Zusehers an; nimmt ihn, unterstützt von dynamischer Aufnahmetechnik, kompromisslos mit auf ihrer Suche nach Veränderung mittels Bewegung. Mit gänzlich anderer formaler Kargheit konfrontiert Galen Bremer in der europäischen Erstaufführung von „Know You“ (4‘14‘‘, USA): Ein bemerkenswertes Beispiel für abstrakten Screendance. Etwas, was in wunderbar poetischer Ausformung auch für den auf ungewöhnlicher Schattenspiel-Technik fußenden, mexikanischen Beitrag „Pintado De Tiempo“ (4‘46‘‘) gilt: ein bezaubernder Gruß aus einer anderen Welt. Konzeptuell interessant die nüchterne thematische Auseinandersetzung mit der Frage nach Identitätskriterien in der völlig unspektakulär choreographierten italienischen Produktion „Francesche“ (13‘25‘‘), die in dieser Länge allerdings letztlich durchhängt. Eine ausgeprägte Eigenheit in der filmischen wie bewegungstechnischen Bildsprache überzeugt im ruhigen Schwarz-Weiß der musiklosen belgischen Produktion „Vecinas“ von Natalia Sardi.

Als special-guest-film wurde das außergewöhnliche norwegische Filmprojekt des international gefragten Tänzer-Choreographen und Leiters der Frikar dance company Hallgrim Hansegård gezeigt:„8 Møter“ (26‘39‘‘). Ein beeindruckendes Aufzeigen der Gemeinsamkeiten von Bewegungskunst zwischen chinesischen Mönchen und westlichen Tänzern mit traditionellen Tanzwurzeln ihrer Region. Hallgrim stand dann auch für ein das Festival abschließendes Podiumsgespräch mit lebendiger Projektschilderung zur Verfügung.

Frikar dance company „8 Møter“ (Filmstill) © Hallgrim Hansegård

Außerdem präsentierte am Podium ihre Gedanken zum Festival und Beurteilungskriterien auch Sarah Taylor (AUS), gemeinsam mit Giuseppe Domingo Romano (IT) Mitglied der Jury des erstmals vergebenen.

Dance on Screen Awards

Selbst wenn allgemeingültige Qualitätskriterien (noch) nicht klar zu definieren sind, seien, wie Taylor berichtete, die Juroren auf ein nahezu deckungsgleiches Ergebnis gekommen:

Eine „special mention“ vergaben sie an die Uraufführung der Masterarbeit von Antonne Santiagos „Juane and the Sacred Shores“ (18‘‘, Phil.), eine Allegorie des Postkolonialismus‘. Die Arbeit zeichnet so manches an gelungener Detailarbeit aus sowie die Bildersprache; an der spezifischen Kraft von Dancescreening kann und sollte jedoch noch gearbeitet werden, meint die Autorin.

Der Dance on Screen Award 2017 ging an „Sur Ton Dos“ (5‘07‘‘) von Justine Berthillot & Frédéri Vernier aus Frankreich mit der Begründung einer großen Kraft der Bilder und eines gut greifenden Konzepts, das bei aller Einfachheit das Thema zweier Menschen, die einander Stütze sind, vermittle.

Dance on Screen Festival, 28. und 29. Jänner 2017 im Filmzentrum Rechbauerkino

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Dance On Screen – Festival Program 2nd Ed. 2017

DANCE ON SCREEN FESTIVAL
Rechbauerkino Graz, Austria
Artistic Direction: Valentina Moar

FIRST EVENING PROGRAM: Saturday 28th January 2017

SUR TON DOS (5’07“) – FR

Justine Berthillot & Frédéri Vernier
Director: Justine Berthillot & Frédéri Vernier
Choreographers and dancers: Justine Berthillot & Frédéri Vernier
Camera: Justine Berthillot & Frédéri Vernier
Music: Arvo Pärt
Editing: Raoul Bender
Production: Justine Berthillot & Frédéri Vernier, 2014

IN SIDE OUT (9’20“) – UK/IT
Fenia Kotsopoulou
Director: Fenia Kotsopoulou
Choreographer and dancer: Sara Marasso
Camera: Fenia Kotsopoulou, Daz Disley
Music composer: Stefano Risso
Sound design: Daz Disley, Stefano Risso, Fenia Kotsopoulou
Editing: Fenia Kotsopoulou
Production: Fenia Kotsopoulou and Il Cantiere (Torino), 2016
Supported by: Lavanderia a Vapore (IT), Piemonte dal Vivo (IT), Companhia Instavel (PRT),
Soudos-Espaço Rural de Artes (PRT), Vo’Arte production company (PRT)

WHISPERS AND WISHES (3’17“) – GR
Stella Fotiadi
Director and choreographer: Stella Fotiadi
Dancers: Alexis Fousekis, Stella Fotiadi Camera: Giannis Karounis
Music: Empty Frame
Editing: Giannis Karounis, Still Pilgrim Paradox
Costumes: Maria Karathanou
Production: Still Pilgrim Paradox, 2016

JILAVA (8’50“) – USA
John T. Williams
Director: John T. Williams
Choreographers and dancers: Ommi Pipit-Suksun, Rudy Candia
Director of Photography: Marc Vanocur
Music: The Sirin Choir
Costumes: Marina Agebekov
Narrator: Dave B. Mitchell
Actor: George Woods
Production: John T. Williams, 2016

MAKING IT WORK (17’18“) – AT
Challyce Brodgon
Director and choreographer: Challyce Brodgon
Dancers: Challyce Brodgon, Xianghui Zeng
Camera: Tobias Frick
Music: Prodigy, Benga, Mattia Cuppelli
Production: Existanz, 2016

ECHO (1’21“) – NL
Nicola Hepp
Direction and Choreography: Nicola Hepp
Dancers: Rolf Hepp, Stijn van der Plas
Steadicam operator: Gemma Probst
Focus puller: Paco Bonsang
Lights: Rutger Platenburg
Visual Effects: Bram Vleugel
Editing: Erik Verhulst
Music: Arvo Part
Sound design: Jurriaan Balhuizen
Postproduction: Postoffice
Production: Nicola Hepp, 2014

LIQUID PATH (4′) – IT
Filomena Rusciano
Director: Filomena Rusciano
Choreographer and dancer: Filomena Rusciano
Camera: Gennaro Sorrentino
Music composer: Paolo Barone
Illustration and Stop-animation: Rinedda
Editing: Gennaro Sorrentino, Mena Rusciano
Production: Filomena Rusciano, Gennaro Sorrentino, 2013

ARIA (4’37“) – FR
Azzurra Lugari & Odile Gheysens
Director: Azzurra Lugari
Choreographers: Odile Gheysens, Eric Lecomte
Dancers: Odile Gheysens, Violaine Garros
Camera: Jean-Gabriel Leynaud
Second Cameraman: Marco Rebuttini
Music: Gaspar Claus
Assistant: Gustin Guillaume, Catherine Clémentine, Amiel Security Technicians: Hervé Banache, Hugo Rochette
Production: Patrick Villeneuve, Sombrero / Cinq7 Filmes, 2014

Special-guest film:

INCIDENT AT CHEKHOV CREEK (19’26“) – USA
Marta Renzi
Director and choreographer: Marta Renzi
Dancers: David Strathairn, Aislinn MacMaster, Robert Sorrentino, Tiffany Clarke, Chris Daftsios, Ryan Donovan, Caitlin Granados,
Jessica Hans, Marta Miller, Luis de Robles Tentindo, Kathy Wildberger
Camera: Robin Doty, Jake Goldwsser
Music: Steve Elson, Guy Klusevcek, Heitor Villa Lobos, Francois Dompierre, Katka Matuskova, Spaccanapoli
Sound design: Matthew Polis
Production: And Dancers, Inc., 2009

SECOND EVENING PROGRAM: Sunday 29th January 2017

CRUSHING WEIGHT (3’38“) – BRA
Vinicius Cardoso
Director: Vinicius Cardoso
Choreographer and dancer: Irupe Sarmiento
Camera: Aline Balestero
Music composer: Thiago Pethit
Sound design: Vinicius Cardoso
Production: Bruno Castro, 2015

VECINAS (11’17“) – BEL
Natalia Sardi
Director, Original idea, Choreographer: Natalia Sardi
Dancers: Frauke Marien, Nora Alberdi
Camera: Lou Vernin
Sound & editing: Thomas Turine
Grading: Nicolas Lebecque
Artistic assistant: Laida Aldaz Arrieta
Camera assistant: Agathe Corniquet, Guillaume Gry, Ana Samoilovich
Space design collaboration: Marilyne Grimmer
Ligth assistant: Fairuz, Jessica Meerts, Leopold de Neve
Sound assistant: Jessica Meerts, Leopold de Neve
Artistic collaboration: Thomas Turine, Lou Vernin
Dramatic writing collaboration: Caroline Logiou
Producer: Nicolas Lebecque
Logistique, Post Production: Arnould Chapel
Production: AJC!, Cosipie asbl, Natalia Sardi, 2015

60 PULSES (3’32“) – GR
Aliki Chiotaki
Director: Aliki Chiotaki
Choreographer and dancer: Christina Mertzani
Camera: Aliki Chiotaki
Music: Dimitris Barnias
Production: Aliki Chiotaki & Christina Mertzani, 2014

JUANA AND THE SACRED SHORES (18′) – PHL
Antonne Santiago
Director: Antonne Santiago
Choreographer: Aisha Polestico
Dancers: Aisha Polestico, Marveen Lozano
Camera: Theo Lozada, Choise Israel
Music composer: Toni Munoz
Sound design: Krysver Gomez
Production: Raffy Santiago and Geena Santiago, 2016
University of the Philippines Diliman – College of Music, Quezon City

KNOW YOU ( 4’14“) – USA
Galen Bremer
Director: Galen Bremer
Choreographers and dancers: Emma Hoette, Zoe Rabinowitz
Camera: Galen Bremer
Music composer: Galen Bremer
Sound design: Galen Bremer
Production: Galen Bremer, 2015

PINTADO DE TIEMPO (4’46“) – MEX
Shawna M. Tawsky
Director: Shawna M. Tawsky
Choreographer and dancer: Gilberto Gonzalez Guerra
Camera: Shawna M. Tawsky
Music: Jesús Martínez Rodríguez
Production: Luna Art Films, 2014

FRANCESCHE (13’25“) – IT
Jennifer rosa
Director: Fiorenzo Zancan
Choreographer: Chiara Bortoli
Dancers: Chiara Bortoli, Francesca Contrino, Francesca Raineri, Francesca Trevisan
Camera: Fiorenzo Zancan
Music composer: Andrea Cera
Sound design: Jennifer rosa
Production: Jennifer rosa, 2009

Special-guest film:

8 MØTER (26’39“) – NOR
Hallgrim Hansegård
Concept and choreography: Hallgrim Hansegård
Director: Hallgrim Hansegård
TV director: Eric Conders
Dancers:
FRIKAR dance company represented by the dancers: Anders Aasberg, Ådne R. G. Kolbjørnshus, Vetle Springgard and Hallgrim Hansegård
Huilongguan kungfu temple represented by the monks: Zhou Wenbin, Yuan Shenfeng, Yan Guangyu and Chen Xing Jie
Music: Marcus Paus, performed by The Norwegian Radio Orchestra
Production: FRIKAR and The Norwegian Broadcasting Corporation

Open discussion between the public and the artist Hallgrim Hansegård, Sarah Taylor member of the jury and Valentina Moar, festival’s director.

Delivery of the price DANCE ON SCREEN AWARD 2017 for the best film.

DANCE ON SCREEN festival is supported by Stadt Graz Kultur and Das Land Steiermark Kultur-Europa-Außenbeziehungen.
The DANCE ON SCREEN AWARD 2017 is sponsored by Except s.r.l.

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DANCE ON SCREEN FESTIVAL – 2nd Edition

Graphics: LucaMorganti(https://morgantiluca.com/) – Photo: Philippe Ariagno

Graphics: Luca Morganti – Photo: Philippe Ariagno

 

DANCE ON SCREEN in its second edition presents dance short-films made by artists from all over the world, that highlight the immediacy of the dance and the movement through the intimacy of the eye’s camera.

Through an international call, the festival selected 17 films from artists coming from 12 different countries and 4 continents: Italy, Norway, Austria, Greece, France, Belgium, Great Britain, Holland, Brazil, Mexico, Usa, Philippines.

The films are showing a huge spectrum of the genre „screen dance in the 21st century“. Between the films that the festival is screening, there are prizewinning ones, narrative short-films and inventive ones, that focus sometimes on the movement in itself and sometimes on the message or on associative connections that the movement suggests.

DANCE ON SCREEN festival 2017 is happening in two days with two different programs; each evening ends with two special-guest-films, respectively works from Marta Renzi (USA) and Hallgrim Hansegård (Norway).

The festival, that is lead by Valentina Moar, is accompanied by an open discussion between the public and some of the artists.

An international Jury will deliver the price DANCE ON SCREEN AWARD 2017 for the best film!

DANCE ON SCREEN festival is supported by Stadt Graz Kultur and Das Land Steiermark Kultur-Europa-Außenbeziehungen

The DANCE ON SCREEN AWARD 2017 is sponsored by Except (http://www.except.it/) s.r.l.

WHEN:

28th January 2017 – 20:30

29th January 2017 – 16:00

WHERE:

Filmzentrum Rechbauerkino (http://www.filmzentrum.com/) – Rechbauerstraße 6 – Graz – Austria

ARTISTS:
Aliki Chiotaki & Christina Mertzani – GR
Antonne Santiago – PHL
Azzurra Lugari & Odile Gheysens – FR
Challyce Brogdon & Xianghui Zeng – AT
Fenia Kotsopoulou & Il Cantiere – UK/IT

Filomena Rusciano – IT
Galen Bremer – USA
Hallgrim Hansegård – NOR
Jennifer rosa – IT
John T. Williams – USA
Justine Berthillot & Frédéri Vernier – FR

Marta Renzi – USA
Natalia Sardi – BEL
Nicola Hepp – NL
Shawna M. Tavsky – MEX
Stella Fotiadi – GR
Vinicius Cardoso – BRA

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Dates 2017

29. January 2017, „DANCE ON SCREEN FESTIVAL“, Filmzentrum Rechbauerkino, Graz (AT)

28. January 2017, „DANCE ON SCREEN FESTIVAL“, Filmzentrum Rechbauerkino, Graz (AT)

15. January 2017, „Dialoghi sulla creatività delle arti“, Spazio Officina, Chiasso (CH)

14. January 2017, „Dialoghi sulla creatività delle arti“, Spazio Officina, Chiasso (CH)

13. January 2017, „Dialoghi sulla creatività delle arti“, Spazio Officina, Chiasso (CH)

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Presse: „Niemandsländer“

von: tanz.at
AutorIn: Eveline Koberg
Kritiken

niemandsland

 

Ein dreiteiliger Tanz-Performance Abend zum Thema „Niemandsländer“ stand auf dem Programm: eine ungewöhnliche Namensgebung, die in ihrer Offenheit dem Interpretatorischen also breiten Raum lässt. Und so war es auch zu erleben: bei den beiden Tanz-Soli (Valentina Moar, Howool Baek) und bei der Video-Installation ( Francesco Collavino) mit Live-Musik (Kontrabass: Margarethe Maierhofer-Lischka).

Das Video, bewegte sich am unmittelbarsten an dem, was konkret zumeist mit dem Begriff assoziiert wird: geographisch-politischer Raum, verbunden mit gewaltsamer und oder illegaler Übertretung. Andere Beispiele der eng getakteten Bilderflut konnten zum Teil als Grenzbereiche in Lebenssituationen oder –umständen, als Graubereiche gedeutet werden. Oder aber man interpretierte diese visuelle Überflutung als bewussten formalen Gegenpol zu den beiden Soli, deren Vermittlungsebene im Zurückgenommenen ihre Qualitäten hatten.

Herauszunehmen und gleichzeitig hervorzuheben ist vorweg aber noch der musikalische Part des Video-Teils von „Welcome“, der als hochkonzentrierte, anspruchsvolle Improvisation nachdrücklich seine akustischen Spuren hinterließ; auch wenn die am Abend-Programmzettel angeführte Utopie, die sich aus Bild und Ton ergeben sollte, eher ein Wunsch-Traum blieb.

Valentina Moars Sequenz „ Abschied von zu Hause“ birgt die Kraft, als Metapher ganz allgemein für den hinter Abschied und Loslösung stehenden Leerraum, für emotionale Zwischen- und Niemandsländer zu stehen. In den vier Ecken des Bühnenraums, unabhängig voneinander verortet sie auch inhaltlich ihre Szenen klar voneinander unterschiedenen ab: Eine rote Wand steht für Lebendigkeit und Kraft, für gelebtes Leben. Davon, von welcher Lebens-Phase auch immer, gilt es sich zu lösen, unfreiwillig. Ohne mit großen Gesten einen Abschied zu verdeutlichen, ist es gerade das Wenige, das in seiner Befangenheit den Schmerz visualisiert.

Die Einengung des Agitationsradius‘ wird in der zweiten Szenen als körperliches Phänomen sichtbar: Vertrautes (in der Bewegung) ist verloren gegangen, Neues wird ungelenk, mitleiderregend-absurd ausprobiert. Bekannt-Gekonntes kann manchmal noch kurz aufgerufen werden – Halt gibt es keinen mehr; Unbekannt-Stärkendes scheint in weiter Ferne. Es folgt, was als intellektuelle Auseinandersetzung im Haltlosen sich als Physisches in Minimalbewegungen manifestiert: und dabei ist es insbesondere die Mimik, die Moar mit viel Feingefühl und Bandbreite als Abbilder des Inneren tief in den Raum zeichnet.
Die bedrohliche End-Szene auf einer einbeinigen, schwankenden Tischplatte bedarf nicht viel an Bewegung, um für sich zu sprechen; und sie wird auch nicht (unnötig) in die Länge gezogen. Ein in seinen feinsinnigen Details überaus dichtes Kurz-Programm – unverkennbar in Moars Handschrift und doch wieder neu, anders.

In anspruchsvollem Gegensatz dazu die „Seh-Schule“ von Howool Baek, die konsequente Herausforderung, Gesehenes zu hinterfragen. Oder anders: sich der Erwartungshaltung als Grundlage des sehenden Erkennens und seiner Manipulierbarkeit bewusst zu werden. Allein wenn diese Erkenntnis greift, hat dieses kluge Unterfangen, Seh- und damit Beurteilungsverhalten in Form „einfacher“ kleiner, aber umso ungewöhnlicher arrangierter Bewegungen eines Körpers am Boden, vorzuführen, hat „Foreign body“ ein wichtiges Ziel erreicht. Und das, indem sich ein Körper, von dem man vor allem die Arme und den oberen Kopf sieht, von rechts nach links bewegt, indem sich Hände, scheinbar abgelöst vom Körper, im Unbekannten vortasten, indem der (eigentlich bekannte) Körper zum fremdgesteuerten Objekt wird: beängstigend einerseits wie (erschreckend)faszinierend als ästhetisch ansprechende „Welle“ andererseits.

Der Künstlerin geht es laut Abendzettel um „ unfamiliar body“, was vor allem und erfolgreich umgesetzt wird; weitgehend versteckt hält sich das Thema „body of imigrant“; und „an object has come into something else, usually by accident, and should not be in it“ klingt vielversprechend konnte aber auch nur in der vereinfachten, oben angedeuteten Form der Welle erkannt werden. Dennoch: das eigenwillige, in seiner Rezeptionsmöglichkeit komplexe Werk, lässt kaum unbeteiligt.

„Niemandsland“ am 11. November 2016 im Theater Lend